Mangel an Einsatzfahrzeugen: Freiwillige Feuerwehr Tegel außer Dienst

FFTEGEL

Nachdem sich das Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug (LHF) der Freiwilligen Feuerwehr Tegel bereits seit März in der Werkstatt befindet, wurde nun auch das vorübergehend zur Verfügung gestellte Reserve-LHF ersatzlos zur Hauptuntersuchung abgeholt. Damit ist die FF Tegel gezwungenermaßen ab sofort außer Dienst. In Reinickendorf sind die Wachen der FF Wittenau und FF Hermsdorf ebenfalls betroffen. Und das gerade jetzt im Sommer, wo die Brandgefahr am höchsten ist. Ein Problem, das in ganz Berlin derzeit bei den Ehrenamtlichen für Unmut sorgt.

„Die Sicherheit der Menschen wird sehenden Auges aufs Spiel gesetzt. Die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren unterstützen die Berufsfeuerwehr bei ihren Einsätzen und nehmen wichtige Aufgaben für die Gefahrenabwehr wahr. Sie opfern ihre Freizeit für das Gemeinwohl. Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr verdienen nicht nur Respekt und Anerkennung, sondern vor allem eine deutlich bessere Ausstattung. Diese Zustände sind unerträglich und ich erkenne bisher keine großen Bemühungen daran etwas zu ändern“, ärgert sich Felix Schönebeck, ordnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Rathaus Reinickendorf.

Derzeit sollen sich rund 150 Fahrzeuge in Reparatur bzw. in der Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung befinden. Viele Fahrzeuge sind in die Jahre gekommen und in einem schlechten Zustand. Trotzdem sind im Haushalt 2018/2019 lediglich zwei neue Löschfahrzeuge für Berlin eingeplant. „Ein Tropfen auf den heißen Stein“, findet Schönebeck.

Die Auswirkungen der jahrelangen Sparpolitik sind auf den Wachen immer stärker zu spüren. Aufgrund der teilweise katastrophalen Zustände bei der Berliner Feuerwehr kämpfen die Feuerwehrleute im Bündnis „Berlin brennt“ seit 26. März 2018 für eine deutliche Verbesserung der Situation und konnte dabei bereits erste Erfolge verbuchen. Dennoch liegt noch viel Arbeit vor ihnen.

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