Pläne für den Umbau des Tegel Centers vorgestellt!

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In Kürze beginnen die Bauarbeiten rund um das Tegel Center. In der Fußgängerzone werden in den kommenden zwei Jahren durch die HGHI Holding GmbH insgesamt 200 Mio. Euro investiert, wovon 150 Mio. Euro direkte Investitionssumme in die Baumaßnahmen ist. Die Handelsfläche wird von derzeit 30.000 auf 50.000m² vergrößert. Gestern stellten Investor Harald Huth und Bezirksbürgermeister Frank Balzer die Pläne vor.

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Zunächst werden das Parkhaus, die Markthalle und der gesamte Nord-Komplex abgerissen. Das dort befindliche Hochaus, wo sich die Volkshochschule und Abteilungen des Bezirksamtes Reinickendorf befinden, bleibt bestehen. Die Parkhauszufahrt in der Bernstorffstraße entfällt dadurch. Künftig soll der gesamte Zugangsverkehr zum Parkhaus über die Berliner Straße und die Grußdorfstraße abgewickelt werden. Insgesamt werden die Stellflächen im Parkhaus von über 700 auf 620 Stellflächen reduziert, wobei das neue Parkhaus qualitativ deutlich besser werden soll.

Die Reduzierung der Parkplätze halten wir bei gleichzeitig angestrebter deutlicher Steigerung der Kundenzahl für wenig praktikabel. Auch die einzige Zufahrtsmöglichkeit über die Grußdorfstraße finden wir bedenklich, auch wenn laut Investor unabhängige Prüfungsbüros und Experten zu dem Ergebnis kommen, dass dies möglich sein soll. Wer die Verkehrs- und Parkplatzsituation täglich erlebt, der weiß, dass es hier zu einem Verkehrschaos kommen kann. Hier sollte man noch einmal genauer hinschauen.

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Die historische Verbindungsbrücke vom Nord- zum Süd-Komplex wird abgerissen, jedoch durch einen Neubau ersetzt. Im Anschluss erfolgt dann der Abriss des zweiten Komplexes bis hin zum ehemaligen Herthie-Haus an der Berliner Straße. Danach werden beide Areale neu bebaut.

Die bei den Tegelern so beliebte Markthalle wird dann mit etwa 50 Ständen über 2018 hinaus im Süd-Komplex zur Grußdorfstraße hin angesiedelt werden. Der Kampf um die Markthalle hat sich gelohnt! Dazu kommt, dass Investor Harald Huth bestätigt hat, dass die Mietpreise für die Inhaber von Ständen in der Markthalle nach dem Umzug nicht steigen werden. Darauf haben wir immer gedrängt, damit die Standbetreiber weiterhin ihre Miete zahlen können. Eine gute Nachricht!

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Insgesamt soll sich das Erscheinungsbild der in die Jahre gekommenen Einkaufspassage aufgewertet werden. Die Außenfassaden werden hochwertig mit Naturstein und große Glasflächen gestaltet. Der gesamte Neubau wird den heutigen Standards im Hinblick auf Energieeffizienz und Barrierefreiheit entsprechen. Auch Wohnungen, insbesondere für altersgerechtes Wohnen, sollen im Neubau entstehen. Bezüglich der prozentualen Verteilung der Geschäftsflächen wurden folgende Zahlen genannt: 50% Mode, 20% Lebensmittel, 3% Drogerie, 17% Essen und Verzehr und 10% Sonstigen. Die Rückkehr von Karstadt nach Tegel ist eines der Highlights der Umbaumaßnahmen. Offen ließ Huth, welcher „große deutsche Filialist“ künftig als Ankergeschäft für Lebensmittel einziehen wird. Unbestätigten, aber sich mehrenden Gerüchten zu Folge soll hier ein „Kaufland“ entstehen.

Unklar blieb auch, welchen Namen das Projekt letztendlich tragen soll. In der Präsentation wurden die Namen „Tegel-Center“, „Tegel-Quartier“ und „Neue Gorkistraße“ verwandt. Einen festen Namen hat das Projekt nach Angaben Huths jedoch noch nicht. Wichtig ist ihm, dass der Name zum einen überregionale Aussagekraft hat, sich zum anderen aber auch mit Tegel identifiziert.

Online-Bericht der Berliner Morgenpost vom 06.01.2017

RBB Abenschschau vom 06.01.2017

Broschüre des Investors HGHI (PDF)

Berliner Abendblatt Online vom 17.01.2017

Berliner Woche Online vom 14.01.2017

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